Die Stadt Kaikora mit dem schneebedeckten Kaikora Range im Hintergrund, New Zealand

Wiederversöhnung mit Kaikoura

Christchurch, Neuseeland

Diesmal versuchen wir mal einen kurzen Eintrag zu schreiben, nur um euch wissen zu lassen, wie unsere letzten Tage waren …

Also in Punatapu (unser Wwoofingplatz) waren wir noch bis Dienstag. Wir haben Holz gehackt und verbrannt (was besonders Spass machte), um die Spuren der letzten Stuerme auf dem Grundstueck zu beseitigen. Ausserdem haben wir staunend miterlebt, wie Gaeste einen Helikopter-Ausflug ins Fjordland gemacht haben. So eben mal 7000 $ (ca. 3500Euro, oder, wie Sue sagen wuerde, so 10 Euro pro Propellerumdrehung) fuer fuenf Stunden. Aber dafuer wurden sie auch direkt von der Lodge abgeholt – wir konnten nur zugucken und mal traeumen.

Dienstag sind wir dann von dannen gezogen, obwohl wir auch gern laenger geblieben waeren. Doch ihr wisst ja, die Zeit drueckt langsam und ausserdem hatten wir schon Nachfolger fuer uns in Punatapu besorgt – Kate und Duncan.

Von Queenstown aus ging es in einem Zweitagestripp nach Kaikoura. Das waren so 750 km, die Strecke ist aber nicht weiter redenswert, zumal wir sie groesstenteils ja schon mal gefahren sind. So 300km pro Tag oder mehr runterzureissen macht wirklich keinen Spass!!!

Es gab eigentlich nur einen bestimmten Grund fuer uns, noch einmal nach Kaikoura zurueckzukehren : Wale gucken! (Kaikoura hat bei unserer persoenlichen Reisekarte bereits einen Totenkopf eingezeichnet bekommen, da ja dort vor 6 Monaten unser Van in die Knie ging).
Und die haben wir gesehen – 3 Stueck – einen von weitem und zwei recht nah am Boot. Es waren uebrigens Pottwale, die viertgroessten Lebewesen der Erde. Wir waren ueberrascht, dass sie so lang an der Oberflaeche ruhen und uns ebenfalls beobachten. Einer von den dreien hat dieses Beobachtungsspielchen naemlich 10 Minuten lang mit uns getrieben (Anne dachte schon, der Wal sei krank). Imposant ist, wenn sie wieder abtauchen und dabei ganz langsam ihre Schwanzflosse nach oben strecken.
Dies war Punkt 1 der Versoehnung mit Kaikoura.

Punkt 2 war, dass wir einfach fantastisches Wetter hatten. Im Vergleich zum Sueden der Suedinsel war es hier schon fast sommerlich. Wir haben dies genutzt, um am Strand zu faulenzen und uns nochmal aufs Rad zu schwingen, um einen Ausflug zu einem BBQ-Stand zu machen, der Greyfish verkauft. Wir haben dies noch nie gegessen und da es in Kaikoura die Besten geben soll, dachten wir, wir goennen uns nochmal Einen zum Abschluss. Was soll man sagen? Schalentier mit leckerem Geschmack. Aber echt umstaendlich zu essen, da man das ganze Fleisch aus der Schale knacken, pulen und zutschen muss! Annes Haende weisen noch heute deutliche Nahkampfspuren mit dem Krustentier auf. Wie auch immer, wir haben gewonnen und es gegessen. In Zukunft werde ich (Seb) mich bei solchen Viechern nur noch auf die Schwaenze konzentrieren – die sind einfach zu essen!

Punkt 3 war, dass wir einen tollen Sonnauf- und -untergang erlebt haben. Einfach toll! Heute brannte der Himmel foermlich, einer der schoensten Sonnenaufgaenge, die wir in Neuseeland gesehen haben – quasi zum Abschluss. Das Land will es uns halt nicht so einfach machen, es zu verlassen.

Morgen gehts ab nach Samoa.
Nach 6 Naechten kehren wir wieder zurueck nach Christchurch in die Chesterstreet, um dort nochmal ein paar Tage zu verbringen. Und am 6.11. fliegen wir zu den Aussis. Also ziemlich viel Fliegerei in naechster Zeit!!