Sonnenuntergang in Port Macquarie

Sommer, Sonne, Meer … wir gewöhnen uns langsam an OZ

Salamander Bay (Port Stephens), Port Macquarie, Australien

Wir haben mal wieder free Internet in einer Bibliothek gefunden – und diesmal Zeit genug, wieder ein kurzes Update zu schreiben:

Von Sydney ging es also fuer uns in die Byron Bay, wo wir eine knappe Woche lang auf dem Anwesen von Giovanni und Rachel (genannt Corabella, benannt nach dem gleichnamigen Dorf) gewwooft haben. Wir haben im Garten geholfen, ein wenig im neuen Haus gewerkelt oder eben mal nach einer heftigen Nacht der Herrschaften aufgeraeumt. Dafuer gab es fuer uns eine super Unterkunft, ein eigenes Schwimmbad (Pool waere eine Untertreibung) und ein paar neue Freunde: Ree und Christian. Beide sind Aussies und waren letzes Jahr in Europa mit dem Backpack unterwegs. Wir haben viele schoene Abende mit beiden verbracht und auch ab und zu ueber unsere Grossgrundbesitzer abgelaestert. Denn reich sein (Giovanni ist ein (bekannter?) australischer Schmuckdesigner) heisst hier auch Macken haben. Mit Ree und Christian haben wir uns auch das Hinterland um Byron Bay angesehen. Und das war die Hippie Hochburg schlechthin! Ueberall gab es alternative Leute. Wir haben in Mullumbimbi einen Hippie-Wochenmarkt besucht und waren in der Kiffer-Hochburg Australien, in Nimbim, unterwegs. Ein Erlebnis schlechthin: Ueberall wurde einem „weed“ angeboten und es roch fast in jeder Ecke auch so. Kekse vom Baecker sollte man hier lieber mit Vorsicht geniessen!

Uebrigens haben wir hier festgestellt, dass auch Aussies keinesfalls Gewohnheit darin haben, mit Schlangen und anderen giftigen Viehzeug zu leben. Waren wir naemlich zusammen mit Giovanni auf dem Grundstueck unterwegs, hatte dieser immer einen Spaten dabei um Schlangen, besonders die „Brown Snake“ zu toeten. Brown Snakes sollen richtig gemein und total giftig sein. Statt wegzuschlaengeln, richtet sich diese Schlange auf und springt ihr Opfer wie eine Feder an! Ihr Gift toetet wohl in wenigen Minuten – naja, gluecklicherweise haben wir nur ein totes Babyexemplar getroffen.

Irgendwann mussten wir von Giovanni und Rachel und somit auch Ree und Christian verlassen. Aber wir wollen beide mal wieder besuchen… Naechste Station war fuer uns das fast tropische Brisbane. In der ersten Nacht hier kamen wir uns fast vor wie in Samoa! Es war heiss und schwuel und morgens wurden wir von Vogelgeschrei (Papageien) geweckt. Brisbane ist eine Millionenstadt und am Fluss gelegen. Viel kann man hier nicht tun. So waren wir im groessten subtropischen Park Australiens und wieder im Botanischen Garten. Uns ging es aehnlich wie in Sydney: Die Stadt wirkte wie 10 Jahre aus der Zukunft auf uns. Alles hypermodern und auf Verkehr ausgelegt.

Nach Brisbane sind wir wieder suedlich gefahren. Unser Ziel: Nambucca Heads. Ein kleines, verschlafenes Staedchen in der Naehe von Coffs Harbour. Dort kam Campingfeeling fuer uns auf! Da es hier naemlich keinen Backpacker gibt, haben wir drei Naechte lang in einem Aussie-Wohnwagen auf einem Campground gewohnt. Fuer uns war es die bisher luxerioeste (und billigste) Unterkunft hier in OZ.
Was soll man zu Nambucca Heads sagen? Sonne, Sand, Strand, Wellen und wenig Surfer (im gegensatz zu Byron Bay). Um es kurz zu machen: Herrlich! Wir haben taeglich mehrmals in den Wellen vom Suedpazifik gebaden. Total cool, die Wellen waren teilweise mannshoch und haben uns ans Ufer zurueckgespuelt. Und tolle Sonnenuntergaenge konnten wir sehen. Mittlerweile sind wir hier auch vertrauter mit der Vogelwelt in Australien geworden, die so bunt ist, aber auch am Morgen nerven kann. Wer naemlich schonmal vom lauten Lachen mehrerer Kokabaroos geweckt wurde, weiss wovon wir sprechen!

Nebenbei bemerkt sind wir hier ja per Bus und Bahn unterwegs! Und jetzt mal im Ernst: Da soll mal einer noch ueber die Service-Wueste Deutsche Bahn schimpfen! CountryLink in Australien ist noch schlimmer und nervenaufreibender – fuer alle die nach OZ wollen: Nutzt besser nicht CountryLink!

Von Nambucca ging es nach Port Macquarie, wo wir Koalas erst in freier Wildbanhn in ihren Eukalyptusbaeumen getroffen haben und spaeter im Koala Hospital! Im Hafen (oder besser im Fluss) von Port Maquarie haben wir wilde Delphine gesehen, wie sie zum Sonnenuntergang vor uns im Wasser spielten – cool! Und wieder ein atemberaubender Sonnenuntergang hier – das rote Licht in Australien ist einfach phantastisch.

Zur Zeit sind wir nun im Port Stephens und naechtigen in einem Oeko-Backpackers mitten im Bush. Neben vielen Voegeln gibt es hier wieder verschlafe wilde Koalas in den Baeumen. Und als wir heute Morgen aufgewacht sind, sprang draussen vor dem Zelt bereits Josephine, ein an Menschen gewoehntes Kangaroo, herum. Den heutigen Tag haben wir genutzt, um Port Stephens mit seinen vielen Buchten zu erkunden.

Leider haben wir keine Zeit mehr um Bilder hochzuladen – werden aber nachgereicht! Versprochen!
Heute Nachmittag verlassen wir die Grossstadt und fahren nordwaerts zur Byron Bay (suedlich von der Golden Coast und Brisbane). Dort werden wir ab Mittwoch eine Woche lang wwoofen. Danach – mal sehen. In Australien sind die Entfernungen einfach nur riesig!