Man beachte den fliegenden Stein!

Reisefieber

Motueka, Neuseeland

Es hat uns mal wieder erwischt – das Reisefieber! Soll heissen: seit Samstag sind wir wieder arbeitslos und haben Spass dabei… Mal sehen, was so in den letzten 14 Tagen so passiert ist:

Natuerlich haben wir fleissig gearbeitet. Anne ist nicht mehr zu ihrem Omis unters Dach des Packhauses zurueckgekehrt und hat nicht mehr das Verpackungsmaterial in die Boxen gelegt. Dafuer hat sie weltmeisterlich schlechte Kiwis von den Exportkiwis getrennt. Sie war dabei so gut, dass es ihren Kollegen am letzten Freitag gar nicht so leicht viel, sich von ihrer guten Fee am Kiwilaufband zu verabschieden.

Und ich habe die letzten 14 Tage wieder fleissig Kiwikartons gestapelt – 30 Stueck in der Minute, teiweise fast 13 Stunden lang am Tag. Und immer dazu das Klackklack der Maschine.

In Motueka haben wir wiklich so manche Bekanntschaften aus dem Northland Neuseelands wieder getroffen. Unter anderem trudelte vor 14 Tage Bea bei uns zu einer gemeinsamen Radtour mit uns und Anja ein. (Bea hatten wir in Whangaroa getroffen. Dort hatte sie fuer 2 Monate die Sunseeker – Lodge gemanagt).

Somit haben wir vier uns also am Sonntag vor zwei Wochen auf die Raeder geschwungen und haben das Motueka-Valley erkundet. Dieses hatten wir schon mal kurz im Abendlicht kennengelernt als wir mit den Ellis im April durchgefahren sind. Dies hatte uns so gut gefallen, dass wir unbedingt noch mal hin wollten. Hoehepunkt der Tour war die Begegnung mit vier sehr suessen donkies (Esel). Ja, es gibt zwar auch Esel zu Hause, aber die waren eben besonders knuffig! Ein Bild fuer die Goetter – drei Damen flirteten mit vier Eseln ..

Auf dem Rueckweg haben wir dann noch einen Orchard um etliche Aepfel fuer unseren mittlerweile im Backpacker beruehmten Apfelmuss erleichtert. Nach unser Radtour haben wir uns, wie sich das fuer kuehlere Herbsttage gehoert, in ein gemuetliches Cafe – das Hot Mama’s (ein Must-Do in Motueaka) – verkruemelt und schoenen heissen Cappucino getrunken und leckeren Kuchen gefuttert.

Letzten Sonntag, also Gestern, sind wir in die Luft gegangen … Nein, nicht vor Wut, sondern ganz beschwingt. Seb hatte naemlich auf der Arbeit einen jungen Piloten kennengelernt. Und Ihr kennt mich (Seb) ja: alles was fliegt muss ausprobiert werden. Harry, der Pilot, lud uns zum Selbstkostenpreis zu einem Rundflug ueber dem Abel Tasman National Park und noch ein bisschen weiter ein. Und so ging es fuer wenig Geld in die Luefte. Natuerlich war unser „Flying Fox“ Anja (heisst mit Hinternamen Fuchs, engl. Fox) wieder mit von der Partie.

Insgesamt eine reichliche Stunde lang konnten wir den Abel Tasman Park, die Golden Bay und die Berge des Kahurangi National Park von oben begucken. Und das obendrein im Abendlicht! Was fuer ein herrlicher Ausblick! Anne und Anja stachelten unseren Piloten noch einmal an, das Harwoods Hole von oben zu ueberfliegen. Gar nicht so einfach ein 50 Meter breites und 176 Meter tiefes Loch aus der Luft mitten in einem dichten Wald zu finden. Ach ja – ich (Seb) sass auf dem Copilotensitz – und ratet mal – ich hatte auch gleich meine erste Flugstunde. Erfolgreich, sonst wuerden wir ja nicht mehr schreiben…

Wohin es uns treibt? Lasst Euch ueberraschen (ok, der Spruch ist von Anjas Seite geklaut, passt aber ganz gut): Die naechsten Tage werden wohl recht gruen und waessrig werden. Und ueber die wirklich a***kalten Naechte, die wir wohl haben werden, wollen wir am besten erstmal schweigen! Also bis bald!