Sydney Opera House

Happy New Year in Sydney

Katoomba, Australien

Oh, es ist wohl schon eine Weile her als wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Also Zeit für ein kurzes (ich gebe mir Mühe) Update über die letzten zehn Tage:

Unser Silvester hat am 31.12. sehr früh begonnen. Denn um einen der begehrten Plätze gegenüber der Harbour-Bridge zu ergattern mussten wir uns schon gegen 15.30 Uhr Nachmittags anstellen. Glücklicherweise spielte das Wetter ein wenig mit und es war wolkig, so dass wir nicht bis Sonnenuntergang der prallen Sonne ausgesetzt waren. Den Abend haben wir mit Lesen und einem Aussie namens Jim verbracht, der nach Weihnachten von Canberra mit dem Rad nach Sydney gefahren ist, um auch das große Feuerwerk zu erleben.

Gegen 9 Uhr abends gab es als ersten Höhepunkt das „Familien-Feuerwerk“, ein liebe Geste an alle Familien mit Kindern, die sich verständlicherweise den Trubel um Mitternacht nicht antun wollen. Laut Radio hatten sich schließlich gegen 12 fünf Mio (!) Menschen in und um den Hafen von Sydney eingefunden. Und dann war es auch schon soweit: 5 – 4  – 3 – 2 – 1 – Neujahr! Und im Hafen sowie über der Harbour Bridge wurde ein gigantisches Feuerwerk synchronisiert zu Musik abgefackelt! Aber seht selbst an unseren Bildern…

20 Minuten später versuchten eben jene fünf Mio Menschen per Bus oder Bahn nach Hause zu kommen – für manche war es sicher eine sehr lange Nacht.
Neujahr haben wir so ziemlich mit Ausschlafen in unserem B&B „number 71“ (eine echte Empfehlung wenn man nach Sydney kommt!) und Pläne schmieden verbracht. Und wie man plant und denkt kommt es ja bekanntlich nie…

Zu einem mussten wir leider feststellen, dass es hier in OZ (Australien) zum Wandern auf den Tracks leider so gut wie keine Hütten zum übernachten gibt. Auch die Unterkünfte hier sind selbst schon für Backpacker sehr, sehr deftig. Zumindest dann, wenn man sich doch ein wenig Privatsphäre wünscht. Da also gerade noch großer Boxing Day Sale in Sydney war (Boxing Day = 26. Dezember, der Tag an dem alle Kiwis und Aussis einkaufen gehen, da sie ja zu Weihnachten meist Geldgeschenke bekommen haben. Die meisten Händler locken mit supersuperbillig Angeboten – man kann sich ja vorstellen, was da so in den Läden los ist) haben wir uns ein Leichtzelt plus Isomatten zugelegt. Das haben wir auch gleich nördlich von Sydney in Palmbeach auf einen kleinen Camground (das Basin – eine Art Lagune) ausprobiert, wo wir zwei Nächte verbracht haben.

Das Basin kann man nur per Fähre erreichen und man ist dort so ziemlich allein mit den Einheimischen, die dort ihren Jahresurlaub verbringen. An das Wildlife hier mussten wir uns durchaus ertsmal gewöhnen, denn zur Begrüßung empfing uns erstmal ein 1,5 Meter langer Waran auf Futtersuche – den kennen wir bisher ja nur aus dem Zoo und hinter sicheren Gitterstäben…. Aber er (und seine Kollegen) war nicht an uns interessiert.

In unserem Zelt fühlen wir uns so ziemlich wohl, obwohl wir die zwei Nächte auf dem Campground nicht unbedingt gut geschlafen haben – es ist schon erstmal ungewohnt wieder auf einer Matratze und bei lauwarmen Nächten zu schlafen. Den zweiten Abend im Basin haben wir zusammen mit ein paar Aussis verbracht, die hier zusammen mit ihren Kids ihren Jahresurlaub verbrachten.

In Sydney zurück haben wir noch einmal drei Nächte in Sydney Newtown geschlafen. Newtown an sich ist ein richtig cooler „Vorort“ von von Central Sydney – sehr alternativ angehaucht mit Second-Hand Läden, Cafés und vielen alternativen Menschen. Wir haben ziemlich intensiv nach einem fahrbaren Untersatz geschaut und sind schließlich bei einem Autohändler fündig geworden.Wir haben nun einen neuen Travelbuddy – Freddy, the Frog! Wie der Name schon sagt, ist unser Auto also ein grüner Toyota Camry, Baujahr 1994 und bereits mit 277000 km Reiseerfahrung. Wir haben uns das Auto gut zwei Stunden lang von innen und außen unter die Lupe genommen und keinen offensichtlichen Haken gefunden. Also haben wir zugeschlagen und das Auto am Samstag  abgeholt.

Den Rest vom Samstag haben wir uns bei 35 Grad im Schatten in Sydney Downtown „erholt“ und haben uns mit Thomas und Julia getroffen. Die beiden hatten wir noch in Neuseeland in Greymouth kennengelernt.

Abends haben wir im Hyde Park die Eröffnung des Sydney Festivals genossen, ein Fest, bei dem sich ganz Sydney in eine große Open Air- Bühne verwandelt und es überall Livemusik gibt. Echt cool zu sehen, wie Sydney so Samstag Abends auf den Beinen ist. Besonders gefallen hat uns der illuminierte Hyde Park und eine Show von indischen Künstlern, die quasi einen „Gewürzgarten“ aus indischer Musik gezeigt hatten – ein echt cooler Abschied aus Sydney.
Gestern Morgen sind wir endlich raus aus Sydney und in die Blue Mountains nach Katoomba gefahren, wo rwir in einem ziemlich coolen Backpacker (The Flying Fox) mit unserem Zelt und Freddy campen können. Zum Abendbrot gabs dann auch gleich Kangaroo auf dem Grill.

Heute haben wir uns noch einmal dem Paierkram rund um unser Auto gewidmet. Und wir haben festgestellt, dass es wohl in Deutschland leichter als hier in New South Wales ist ein Auto umzumelden. Echt witzig und zeitfressend… Am Mittwoch wollen wir uns für mindestens zwei Nächte in den australischen Busch wagen und in den Blue Mountains hiken. Hatten wir erwähnt, daß hier die giftigste Spinne der Welt lebt? ;.)