Mirror Lakes, Fjordland New Zealand

Entlang der Milford Road

Dunedin, Neuseeland

Als wir auf dem Heaphy Track waren, haben wir an einem Abend auf der Hütte einige Empfehlungen von Kiwis für ihre persönlichen Lieblingsplätze bekommen. Eine davon war der Lake Marian im Fjordland. Dort wollten wir hin.

Nachdem wir uns 2 Tage lang vom Milford Track in Manapouri richtig schön ausgeruht haben, sind wir ins Guns Camp gefahren. Dieses liegt im Hollyford Valley abseits der Milford Road (welche im Milford Sound endet). Dieses Camp ist sehr rustikal und richtig historisch. Wir haben in einer kleinen Hütte geschlafen, die noch von Anfang des 20. Jh. stammt. Am Abend als wir dort angekommen sind, haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht und sind dabei auf Kakas gestoßen, die in der Nähe des Camps leben. Was für ein Glück! Kakas sehen sehr ähnlich wie Keas aus, sind allerdings nur selten zu sehen. Erstens gibt’s davon nicht mehr so viele und sie sind viel scheuer als Keas. Doch sie verhalten sich genauso papagei-typisch. Dementsprechend haben sie ein Riesenspektakel im Busch gemacht. Es schien eine richtig große Gruppe zu sein, die in der Nähe des Camps lebt.

Am nächsten Tag haben wir den 3-4h Walk zum Lake Marian gemacht. Dabei mussten wir durch Busch richtig steil aufsteigen. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Der See lag majestätisch umgeben von steil aufragenden Bergen ganz ruhig vor uns und lud uns zu einer ausführlichen lunch break ein. Definitiv ein schönes Fleckchen Erde.

Den restlichen Nachmittag haben wir die Zeit genutzt, um noch einmal ans Ende der Milford Road zum Milford Sound zu fahren. Wir hatten diese Strecke zwar schon mit dem Bus zurückgelegt als wir nach dem Milford Track vom Milford Sound aus zurück nach Te Anau gefahren sind, doch dabei hatten wir keine Möglichkeiten anzuhalten und auszusteigen. Und die Milford Road ist doch nochmal sehr eindrucksvoll, wo es sich lohnt hier und da einen Stopp einzulegen. Der Blick vom Homer-Tunnel aus in das Tal, an dessen Ende der Milford Sound liegt, ist einfach gigantisch.

Nach einer weiteren Nacht im Guns Camp sind wir zur Südküste nach Tuatapere, dem Ausgangspunkt des Hump Ridge Track, gefahren. Diesen wollten wir als nächstes laufen – auch ein lang gehegtes Ziel von uns. Die Wettervorhersage war gut, unsere Beine inzwischen gut eingelaufen, Trockenfutter-Vorräte aufgefüllt und die Hüttenpässe bezahlt – gute Voraussetzungen also, um am nächsten Tag zu starten.