Fantastischer Sonnenuntergang über der Sunseeker Lodge in Whangaroa

Cape Reinga, Autosorgen und Bay of Islands

Whangaroa, Neuseeland

Vorgestern sind wir seehr zeitig aufgestanden, um mit Kate und Duncan (beide aus GB) und Anja (auch German) ans Cape Reinga zu fahren. Dies war auch gut so! Wir waren ca. 10 Uhr am Kap, die Sonne schien, der Himmel war blau und es waren kaum Leute da – einfach herrlich. Nachdem wir beobachtet haben, wie die Tasman Sea und der Suedpazifik aufeinandertreffen und grosse Wellen bilden, haben wir einen kleinen Walk entlang der Kueste gemacht. Am Ende dessen hatten wir einen tollen Blick auf den Ninety Mile Beach. Doch als wir vom Walk zurueck kamen, war am Parkplatz die Hoelle los! Mehrere Busse voll mit Menschen wurden zum Cape Reinga gebracht. Wir waren so gluecklich so zeitig da gewesen zu sein und nun fluechten zu koennen. Also hiermit der Tip an alle „NZ-Nachreisenden“: Fahrt zeitig zum Kap, um es geniessen zu koennen!

Danach sind wir zu einer grossen Duene am Ninety Mile Beach gefahren, um zu Sandboarden. Danach hatten wir zwar ueberall Sand (in den Ohren, zwischen den Zaehnen und sonstwo), doch es hat Spass gemacht. Dieser war allerdings hart erarbeitet, denn der Weg hinauf auf die sehr steile riesige Sandduene war sehr anstrengend.

Nach diesem fast perfekten Tag fing leider unser Auto an zu spinnen – der Gutste fing an zu kochen. Irgendwie schienen ihm die vielen holprigen Schuttstrassen zum Cape Reinga nicht gefallen zu haben. Insgesamt mussten wir 3x anhalten, weil das Auto zu heiss wurde. Letzlich haben wir abends 19 Uhr von der Doubtless Bay aus den AA (Partnerclub vom ADAC) angerufen, um uns abschleppen zu lassen. Leider ging dies nur zurueck nach Kataja. Dort haben wir abends im grossen Backpacker notduerftig noch einen Stellplatz fuer uns gefunden, so dass wir dort im Auto schlafen konnten. Am naechsten Tag, also gestern waren wir dann in der Werkstatt. Leider hatten viele Werkstaetten zu (weil es gerade zwischen Christmas und New Year ist), so dass der Mechaniker sehr beschaeftigt war und fuer uns an dem Tag keine Zeit hatte. Somit haben wir gestern den Tag in Kaitaia herumgeschlagen und haben bis heute morgen gewartet, um wieder in die Werkstatt zu fahren.

Dabei stellte sich heraus, dass die Motoren unserer Luefter kaputt waren (ausgerechnet dieses Auto hat 3 davon und 2 waren kaputt). Deswegen hat der Motor nicht genug Kuehlung bekommen und ist uns heiss geworden.

Nun war wieder das Problem Ersatzteile zu bekommen, weil eben gerade die Zeit zwischen Christmas und New Year ist. Somit sind wir mit dem Mechaniker zum Schrottplatz gefahren und haben mehrere Luefter zusammengesucht, die passen koennten. Wir hatten Glueck, tatsaechlich haben zwei Luefter, die auch noch funktionstuechtig waren gepasst, so dass unser Auto repariert werden konnte. Das Coole daran war, Seb konnte mitschrauben, was ihm grossen Spass gemacht hat.

Mit einem funktionstuechtigen Auto und wieder motiviert sind wir nun heute in Richtung Bay of Island gefahren und in der Sunseeker Lodge in Whangaro, einem kleinen Fischerdoerfchen gelandet. Das Coole ist, Kate und Duncan sind auch hier. Ausserdem gibt es wieder ein Spa-Bad und wirklich seeehr guenstiges Internet. Anhand dieser Vorteile werden wir die naechste Nacht wohl auch noch hier bleiben und hoffentlich nochmal einen so schoenen Sonnenuntergang wie heute Abend geniessen koennen.

Heute Nachmittag sind wir dann noch zum St Paulus Summit (= Gipfel), dem hoechsten „Huegel“ der Gegend hier. Nach einem halbstuendigen Aufstieg (Empfehlung: Wanderschuhe!!) haben wir einen herrlichen Ueberblick ueber die Whangaroa Bay und den South Pacific gehabt.

Uebrigens haben wir hier kein Zimmer, sondern uebernachten in unserem Van. Viele Backpacker bieten einen Stellplatz fuer Zelt oder Auto an und man kann ganz normal Kueche etc. mitnutzen. Allerdings ist diese Variante teilweise guenstiger als auf dem Campground zu schlafen und man kommt besser mit Leuten in Kontakt – nur als Tipp!